Leistungen von A - Z

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eID-Karte beantragen

Leistungsbeschreibung

Für Staatsangehörige eines Mitgliedsstaats der Europäischen Union oder eines Vertragsstaats des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 Grundgesetz sind, wird auf Antrag eine Karte mit Funktion zum elektronischen -Identitätsnachweis (eID-Karte) ausgestellt.

Die eID-Karte ist kein Ausweispapier im klassischen Sinn, sondern ermöglicht den elektronischen Identitätsnachweis, um eGovernment-Dienstleistungen auf höchstem Vertrauensniveau in Anspruch nehmen zu können. Zudem kann mit ihr das Vor-Ort-Auslesen zum Zwecke der medienbruchfreien Übernahme von Formulardaten unter Anwesenden erfolgen.

Da die eID-Karte ausschließlich für den Online-Einsatz konzipiert ist und nicht als Ausweispapier oder Reisedokument dient, fehlen auf der eID-Karte Daten wie z.B. das Lichtbild, die Unterschrift, Größe und Augenfarbe. Bestimmte Daten (wie z.B. die Anschrift und die Staatsangehörigkeit) sind nur auf dem elektronischen Speichermedium (Chip) gespeichert. Die eID-Karte kann nur für antragstellende Personen ab 16 Jahren ausgestellt werden. Sie wird für eine Gültigkeitsdauer von 10 Jahren ausgestellt.

Die Gültigkeitsdauer kann nicht verlängert werden. Vor Ablauf der Gültigkeitsdauer kann eine neue eID-Karte beantragt werden. Hierzu ist der Nachweis eines begründeten Interesses erforderlich.

An wen muss ich mich wenden?

eID-Karte-Behörde

Innerhalb Deutschlands:
An die Gemeinde-, Amts- oder Stadtverwaltung (Bürgerbüro, früher: Einwohnermeldeamt).

Ist die Person nicht meldepfllichtig, ist die eID-Behörde zuständig, in deren Bezirk die Person im Zeitpunkt der Antragstellung oder des die behördliche Tätigkeit auslösenden Ereignisses wohnt.

Außerhalb Deutschlands:
Ab dem 1. November 2021 an die Auslandsvertretung, in deren Bezirk Sie sich aufhalten.

Bis zum 31. Oktober 2021 ist während eines Deutschlandaufenthalts die eID-Karte-Behörde zuständig, in deren Bezirk die Person im Zeitpunkt der Antragstellung oder des die behördliche Tätigkeit auslösenden Ereignisses wohnt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Anerkannter und gültiger ausländischer Pass oder anerkannte und gültige nationale Identitätskarte (Personalausweis ) .

Wenn die Person in Deutschland nicht meldepflichtig ist: Nachweis über den Wohnsitz bzw. die Anschrift. Welche Nachweise erbracht werden müssen, können bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) erfragt werden.

Welche Gebühren fallen an?

Gebühr für die Ausstellung einer eID-Karte: EUR 37,00.

Bei Versand des PIN-Briefs ins Ausland: Erstattung der Auslagen

Rechtsgrundlage

  • Gesetz über eine Karte für Unionsbürger und Angehörige des Europäischen Wirtschaftsraums mit Funktion zum elektronischen Identitätsnachweis (eID-Karte-Gesetz - eIDKG)
  • Verordnung über Gebühren für Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis (Personalausweisgebührenverordnung - PAuswGebV).

eID-Karte-Gesetz: https://www.gesetze-im-internet.de/eidkg/BJNR084610019.html

Personalausweisgebührenverordnung : https://www.gesetze-im-internet.de/pauswgebv/

Was sollte ich noch wissen?

Zur Prüfung der Identität muss der /die eID-Karten-Bewerber/in grundsätzlich persönlich bei der eID-Karte-Behörde erscheinen.

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer (einschließlich Herstellung durch die Bundesdruckerei GmbH) beträgt rund 4 Wochen.

Zuständige Stellen in der Region